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Ein großes
Problem waren die Fahrten zu den auswärtigen Spielen. Hierfür standen
nur Fahrräder zur Verfügung, die häufig auch noch als Doppelsitzer
benutzt wurden, weil die Anzahl der Räder nicht ausreichte. Oft genug
gab es Pannen, oder es mussten andere Hindernisse überwunden werden.
Im Jahr 1930
fanden immer mehr Menschen, vor allem aber auch Jugendliche, den Weg zum
Sport. Die Mitglieder- zahl wuchs auf 52. Als dritter Verein konnte im
Amt Rosche-Medingen eine Knabenmannschaft angemeldet werden. Darüber
hinaus wurde erstmalig im Verein der Turnbetrieb aufgenommen.
Schauturnen und viele andere turnerische Veranstaltungen wurden
durchgeführt, wobei das Interesse und die Beteiligung mehr als gut
waren. Im Jahr 1932 hatten die Fußballer
bei mehreren Turnieren Erfolge zu verzeichnen. Auch wurde für die
weiblichen Mitglieder eine "Nähstube" gegründet, wo neben
Handarbeiten und Werken auch gesungen und gelesen werden sollte. Die
Leiterin war Frau Olga Gerlach, die gleichzeitig für einen Tanzkreis
verantwortlich zeichnete, in dem Volkstänze erlernt und gepflegt
wurden. Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges im September 1939
wurden die Aktivitäten immer weniger, und bald ruhte dann auch der
große Sportbetrieb.
Der Wunsch, wieder
Sport zu treiben und die Kameradschaft zu pflegen, führte dazu, daß im
Sommer 1946 eine Versammlung zur
Wiedergründung des Sportvereins einberufen wurde. Das Interesse war
riesengroß, und die Fußballer waren es, die zuerst ihren Spielbetrieb
wieder aufnahmen. Die erste Mitgliederversammlung wählte folgenden
Vorstand:
| 1. Vorsitzender: |
Friedrich Veersmann |
Sportwart: |
Gustav Hartig |
| 2. Vorsitzender: |
Gustav Hartig |
Jugendwart: |
Willi Timm |
| Schriftführer: |
Karl-Heinz Hartig |
Geräte- und Platzwart: |
Adolf Schornstein |
| Kassierer: |
Karl-Heinz Hartig |
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Der alte
Sportplatz wurde in Handarbeit wieder hergerichtet und spielfähig
gemacht. Eine 1. Mannschaft, eine 2. Mannschaft und eine
Jugendmannschaft wurden gemeldet. Es war schwierig Trikots und anderes
Zubehör zu bekommen. Dieses klappte meistens nur auf dem Wege der
Kompensation oder durch Schwarzhandel.
Im Sommer 1952
konnte der Verein sein 25jähriges Bestehen
feiern. Er veranstaltete ein großes Jubiläumsturnier mit 12 Herren-
und 8 Jugendmannschaften. Leider musste der Verein seinen
Sportplatz aus privaten Gründen des Grundstücksbesitzers plötzlich
hergeben. Sein neues Domizil wurde in völliger Eigenleistung im Wald an
der Suhlendorfer Straße auf einem Grundstück errichtet, das der
Landwirt Hermann Gruß kostenlos zur Verfügung stellte. 1953
zeichneten sich im Verein urplötzlich
Stillstand und sogar eine Rückläufigkeit ab, bedingt durch den Mangel
an Übungsstunden und das Fehlen geeigneter Sportstätten. Viele
Familien, die durch die Kriegsereignisse nach Soltendieck gekommen
waren, verzogen wieder. Dadurch gingen dem Verein wertvolle Kräfte
verloren. Was sich schon länger abzeichnete wurde 1957
traurige Tatsache: Schlagkräftige Mannschaften konnten nicht mehr auf
die Beine gebracht werden. Beide Herrenmannschaften mussten in die
untere Klasse absteigen und später zum Teil sogar abgemeldet werden.
Der Sportbetrieb musste ganz eingestellt werden, und nur die kühnsten
Optimisten glaubten an einen Neubeginn.
Auf und Ab. Höhen und
Tiefen, Erfolge und Rückschläge sind immer die Wegbegleiter. Doch immer fanden
sich Frauen und Männer zusammen, um junge und alte Menschen für die Ideale des
Sports zu begeistern. So war es auch im Januar des Jahres 1963.
Heinz Licht und eine Reihe ehemals aktiver Mitglieder trafen sich im Gasthaus
Elsbeth Veersmann, um über eine Wiederbelebung des TuS Soltendieck zu beraten.
Es zeigte sich, daß der Sport noch viele Freunde unter der Soltendiecker
Bevölkerung hatte. Die Mitgliederversammlung, die im März 1963 im Saal des
Gasthauses am Bahnhof zusammentrat, wählte, um den Neubeginn einzuleiten,
nachfolgenden Vorstand:
| 1. Vorsitzender: |
Heinz Licht |
Sportwart: |
Ewald Schulenburg |
| 2. Vorsitzender: |
Gustav Hartig |
Jugendleiter: |
Karl-Otto Grüneberg |
| Schriftführer: |
Hugo Griese |
Frauenwartin: |
Gudrun Nimtz |
| Kassierer: |
Heinrich Lichte |
Pressewart: |
Horst Nimtz |
| Gerätewart: |
Kurt Gerlach |
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Folgende
Sparten wurden zum Sportbetrieb gemeldet: Fußball, Faustball, Tischtennis,
Frauen-Gymnastik und Kinderturnen. Die Fußballer hatten schnell den Anschluß
geschafft, Das Erfreuliche war, daß drei Jugendmannschaften am Spielbetrieb teilnahmen.
Neuer Jugendleiter wurde Klaus Matthesius. Die Faustballer hatten ebenfalls gute
Ergebnisse und arbeiteten sich bis zur Bezirksklasse hoch.
Eine Wende im Leben des
Sportvereines wurde 1965 eingeleitet. Es sollte
eine neue Sportanlage mitten im Ort entstehen. Durch den Bau dieser Anlage mit
dem neuen Dorfgemeinschaftshaus eröffneten sich ganz neue Voraussetzungen für
alle Sportler. Vom 14. bis 16. Juni 1968 feierte der Verein sein 40jähriges
Bestehen. Mit einem Jubiläumsturnier wurde gleichzeitig der Sportplatz mit
seiner Flutlichtanlage eingeweiht. 1970 wurde Heinz Licht für seine Verdienste
um den Sport mit der silbernen Ehrennadel des Bezirks ausgezeichnet. Bei den
Fußballern, die sich in den höheren Klassen ausgezeichnet hatten, gab es
internationalen Besuch von einer holländischen Soldatenelf, außerdem waren die
Niedersächsische Juniorenauswahl, die Amateure von Werder Bremen und der VFL
Wolfsburg zu Gast in Soltendieck.

Das sind unsere Meistermannschaften von 1968/1969

1975 wurden Manfred
Niebuhr und Manfred Riggert bei den Tischtennisspielern erstmalig Kreismeister.
Die Gymnastik der Frauen übernahmen Christine Lichte und Elisabeth Zindler. Bis
1977 wurden in allen Sparten gute Aktivitäten entwickelt. Ganz besonders stolz
durfte der Verein auf seine Fußballer sein, hatten doch die 1.Mannschaft und
die "Alten Herren" jeweils den Meistertitel errungen. Die
"Erste" stieg in die Bezirkliga auf. Noch nie in der Vereinsgeschichte
hatte der TuS eine Fußballmannschaft in einer so hohen Klasse gehabt.
Das Jubiläumsjahr 1977
wurde unter das Motto gestellt: "Durch Eintracht werden kleine Dinge groß,
durch Zwietracht zerfallen die größten." Vom 9. bis zum 16. Juni 1977
wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Dann kehrte wieder Alltag im
Vereinsleben ein. Die Fußballer hatten es sehr schwer in den neuen Klassen. Vor
allem die 1.Herrenmannschaft belegte am Schluss nur den vorletzten Platz, und
das bedeutete den Abstieg. 12 gute Spieler verließen den Verein und es
musste
gewissermaßen wieder von vorn begonnen werden. 1982 brachten die Leicht-
athleten einige Erfolge mit heim, wobei Sylvia Kaupke und Susanne Harms auch in
den Vorjahren mehrfach die Kreismeisterschaften in der Jugend-Klasse erworben
hatten. Jürgen Hemme aus Bomke wurde neuer Vorsitzender, nachdem zuvor
Christine Lichte den Verein für zwei Jahre geführt hatte.
Zur Vereinsarbeit gehört
auch die Abnahme von Sportabzeichen, wobei sich Heinz Bergmann und seine
Mitarbeiter intensiv einsetzen. Seit 1974 werden in Soltendieck zwischen 20 und
30 Sportabzeichen abgenommen.
Unsere
Vereinsgeschichte finden Sie ausführlich in der Chronik "Soltendieck -
Eine Dorfgeschichte 1289 - 1989."
Quelle:
Soltendieck - Eine Dorfgeschichte 1289-1989 von Horst Nimtz
Bilder: Archiv Turn- und Sportverein
Soltendieck von 1927 e.V.
Digitale Bearbeitung: J.
Zettelmaier,
29594 Soltendieck

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